Cannabinoide (Cannabis / THC)

Rauschhanf ist die Bezeichnung für verschiedene Hanfsorten (Gattung Cannabis), aus denen Drogen - ebenfalls unter dem Namen Cannabis zusammengefasst - gewonnen werden. Die getrockneten und zerkleinerten harzhaltigen Pflanzenteile (Marihuana), werden dabei zu Haschisch und Haschischöl weiterverarbeitet. Cannabis ist in der Schweiz die am häufigsten gebrauchte und gehandelte illegale Droge. Als Hauptwirkstoffe fungieren das Tetrahydrocannabinol (THC) sowie andere Cannabinoide. Sie beeinflussen das Zentralnervensystem und führen zu für die Wirkung typischen Bewusstseinsveränderungen. Zu den körperlichen Wirkungen des Cannabis-Konsums zählen unter anderem gerötete Bindehäute oder geweitete Pupillen. Folgen wie Müdigkeit, gestörte Aufmerksamkeit, Apathie oder Zittern sind ebenfalls möglich. Je nach der Stimmung des Konsumenten können euphorische oder depressive Stimmungen intensiviert werden. Sinnes- und Denkwahrnehmungen werden verändert, das Bewusstsein erweitert. Im Rahmen der Entspannung verändern sich das Raum- und Zeitgefühl und auch das Kurzzeitgedächtnis wird gestört.

Wird Cannabis geraucht, so setzt die Wirkung fast unmittelbar ein, da der Wirkstoff über die Atemwege aufgenommen wird und schnell die Blut-Hirn-Schranke überwindet. Bereits nach einer Viertelstunde ist der Höhepunkt der Wirkung erreicht, so dass es noch rund zwei bis drei Stunden dauert, bis sie vergangen ist.

Risiken
Die langfristigen Risiken des Cannabis-Konsums sind nicht eindeutig geklärt, was auch die Frage nach der Legalität der Droge umstritten macht. Angaben zufolge kann der Konsum Depressionen und Schizophrenie auslösen, beziehungsweise das Auftreten von Persönlichkeitsstörungen begünstigen. Sicher ist jedoch, dass die Konzentration und Aufmerksamkeit bei häufigem Konsum leiden.

Da Cannabis oft ohne Filter geraucht wird, kommen die Folgeschädigungen des Rauchens dazu.

Abhängigkeit
Eine körperliche Abhängigkeit von Cannabis ist bislang nicht nachgewiesen, eine psychische Abhängigkeit allerdings schon. Sobald die Kontrolle über den Konsum verloren ist, man also einen Zwang verspürt, Cannabis zu konsumieren, spricht man von Abhängigkeit.