Designerdrogen / MDMA / Halluzinogene

Ecstasy (MDMA) und seine Derivate (MMDA, MDA, MDEA und MBDM) geben eine bunte Mischung psychoaktiver Substanzen in ebenso bunter Pillenform ab, die unter den verschiedensten Bezeichnungen (XTC, ADAM, E, X, Eve, Love drug) und Handelsmarken auf dem Drogenschwarzmarkt vertrieben werden. Von der Pharmaindustrie zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Appetitzügler entwickelt, ist Ecstasy seit den 80er-Jahren als Partydroge diverser Jugendbewegungen (Techno, Hip-Hop) der westlichen Welt fest etabliert und neuerdings als todbringende Tanzdroge und neurotoxischer «Gehirnzellenkiller» verrufen. In der Schweiz unterliegen Ecstasy und seine Derivate seit 1986 dem Betäubungsmittelgesetz (BtmG); Besitz, Erwerb und Handel sind also strafbar.

Ecstasy und seine Derivate werden auch als Designerdrogen klassifiziert, da diese Substanzen in Labors vollsynthetisch hergestellt werden und sie durch geringe chemische Veränderungen ein anderes «Drogendesign» erhalten können. Die pharmakologische Einordnung von Ecstasy als «Entaktogene» rührt daher, dass die Substanz den «Kontakt zum eigenen Innern», also zum Psychischen und besonders zur Gefühlswelt erleichtert. Darüber hinaus soll Ecstasy auch die emotionale Verbundenheit und Nähe zu anderen Menschen erhöhen. Als positive Erwartungen an die Droge werden von den Konsumierenden häufig auch Entspannung, Glücksgefühle, Zufriedenheit, Hilfsbereitschaft untereinander genannt. Die Amphetamin-Wirkungskomponenten von Ecstasy lösen Wachheit und Leistungssteigerung aus; die halluzinatorischen Wirkungen führen zu einer veränderten Wahrnehmung von Raum und Zeit.

Abhängigkeit
Bei Ecstasy besteht eine grosse Gefahr der psychischen Abhängigkeit. Je nachdem, welcher Grundstoff in der Droge enthalten ist, kann es auch zu einer körperlichen Abhängigkeit kommen. Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzungen ist es problematisch die Wirkung sowie die Wirkungsdauer abzuschätzen, was ein weiteres Risiko bei der Einnahme ist.