Elektronische Medien

Nie zuvor haben Kinder so viel Zeit vor Bildschirmen verbracht wie heute. Ob Computer, Fernsehen, Internet oder Handy - Kinder sind in der Welt der Medien zu Hause und kennen sich damit oft bestens aus. Allerdings: Wer Medien bedienen kann und technisch versiert ist, kann sie noch lange nicht sinnvoll nutzen. Was also braucht es, damit sich in der Mediengesellschaft zu Recht finden?

Erster Ansatzpunkt: Das Kind und seine gesunde Entwicklung zu fördern!
«Von zentraler Bedeutung ist grundsätzlich, Kinder in ihrer ganzheitlichen Entwicklung zu fördern».
Wer sich an sich und seinem Leben freut, wer mit den Anforderungen an sich umgehen kann, wer weiss, was er will und wer leicht Kontakt zu anderen Kindern findet, konsumiert Medien anders (und in der Regel auch weniger häufig).

Medien sind für ihn dann Ergänzung und Bereicherung und nicht Ersatz für das reale Leben. Dieser Unterschied ist ganz entscheidend. Wichtig ist nicht, dass wir Fernsehen, Video oder PC verbieten, sondern dass Kinder neben dem Medienkonsum eine Vielfalt an Alternativen haben. Für Eltern kann dies bedeuten, schon früh bei Kindern ihre sozialen Fähigkeiten zu fördern. Dazu gehört vor allem, Beziehungen aufbauen und pflegen zu lernen, Konflikte austragen, erzählen, zuhören und sich für andere Menschen zu interessieren usw.

Zweiter Ansatzpunkt: Vom passiven zum aktiven Umgang mit Medien
«Medien sollen nicht Ersatz für eigene Erfahrungen werden, sondern eine Ergänzung»
Kinder sollen und müssen bei der Nutzung von neuen elektronischen Medien begleitet werden. Kinder lernen durch Hinschauen und Nachahmen, Versuchen und sich Irren - anfangs von ihren Eltern, später von Spiel- und Klassenkameraden, Lehrpersonen, Vorbildern, begleitet. Deshalb sollten zuerst die Eltern darauf achten, wie sie selbst die Medien nutzen: Läuft bei Ihnen das Fernsehgerät stundenlang? Surfen Sie häufig planlos im Internet? Konsumieren Sie gezielt und kritisch? Überdenken Sie Ihre eigene Mediennutzung! Ein aktiver, kreativer und bewusster Umgang mit Medien der Eltern fördert dies auch bei den Kindern. Besprechen Sie aber auch eiserne Regeln bezüglich Handy- und Internetnutzung.

Dritter Ansatzpunkt: Medien kritisch und kompetent nutzen lernen
«Jedes Medium hat seine Vorteile»
Ein Buch genauso wie ein Film, ein SMS per Handy ebenso wie ein persönliches Gespräch, spielen am PC genauso wie «Eile mit Weile» - wichtig dabei ist, das Medium gezielt zu nutzen.

  • Bewusste Planung des Medienkonsums, z.B. mit Programmzeitschrift
  • Feste Regeln für Konsum/Computerspiele vereinbaren
  • Mit Kindern zusammen Medienbeiträge konsumieren und besprechen
  • Darüber sprechen, wo Medien keine Realität zeigen
  • Möglichkeiten von Video, bzw. DVD-Rekorder nutzen
  • Spannende Alternativen zum Medienkonsum suchen und gezielt fördern, regelmässig medienfreie Tage einschalten
  • Altersgerechte Filme/Spiele auswählen
  • Medien kreativ nutzen, Film und Fotos gestalten, gemeinsam spielen / gamen usw.