Information über Therapeiangebote

Wer übernimmt die Kosten für den Entzug und die Therapie?

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für den Entzug. Für die stationäre Therapie werden die Kosten von gewissen Krankenkassen übernommen, vor Ihrem Eintritt müssen Sie oder Ihr Arzt bei Ihrer Krankenkasse eine Kostengutsprache einholen. Das Vorgehen wird Ihnen am Abklärungsgespräch genau erläutert.

Ambulante Suchtberatung im Via und auf der Beratungsstelle von SUCHT WALLIS in Brig ist kostenlos.

Was versteht man unter einer massgeschneiderten Therapie?

Je nach Schweregrad der Erkrankung gibt es geeignete therapeutische Bedingungen und Zielsetzungen.
Ambulante und teilstationäre Therapieprogramme sind geeignet, wenn Sie zwischen den therapeutischen Begegnungen selbständig ohne Alkohol- Medikamenten- oder Drogenkonsum durchkommen; das Ziel ist, den problematischen Konsum in den Griff zu bekommen und im bestehenden Arbeits- und Beziehungsumfeld zu bleiben .
Stationäre Therapieprogramme sind geeignet, wenn Sie zu Gunsten des Rückfallschutzes eine totalabstinente Umgebung bevorzugen, wenn Sie Abstand vom Druck Ihres bisherigen Lebensalltags nehmen und sich in einem oder mehreren Lebensbereichen verändern wollen, oder wenn Ihre körperliche Verfassung eine umfangreiche Genesung erfordert. Das Ziel ist Gesundung und ein Neustart.
Schadensbegrenzende Programme erlauben Ihnen, sich mit fachlicher Begleitung zu erholen. Das Ziel ist, ohne Veränderungsdruck ein menschenwürdiges Leben zu führen.

Im Abklärungsgespräch wird man mit Ihnen gemeinsam das geeignete Programm auswählen.  
 

Wie lange dauert eine Therapie?

Zwischen 8 Wochen und 6 Monaten. Im Langzeitbereich kann es auch länger dauern, im schadensbegrenzenden Wohnbereich gibt es keine Limiten. Die Dauer wird das therapeutische Team zusammen mit Ihnen festlegen und sie ist abhängig vom Schweregrad der Erkrankung und dem Therapieverlauf.

Was mache ich in der therapiefreien Zeit?

Wir verfügen über ein breites Freizeitangebot wie Caféteria, Fernsehzimmer, Bibliothek, Sportmöglichkeiten, kreative Gestaltungsmöglichkeiten und eine attraktive Umgebung.

Was ist, wenn ich einen Rückfall habe?

„Rückfall“ betrachten wir als Symptom Ihrer Suchterkrankung. Es ist wichtig, einen Rückfall während des Aufenthaltes weder zu bagatellisieren noch zu dramatisieren, sondern ihn als Teil Ihrer Erkrankung zu betrachten. In der Therapie lernen Sie, wie Sie sich bei einem Rückfall verhalten können. Das möglichst schnelle Stoppen des Rückfalls sowie das offene und genaue Reflektieren des Ereignisses mit Ihrer TherapeutIn werden Sie dabei unterstützen.

Was geschieht nach dem Aufenthalt, bzw. nach Ende des Therapieprogrammes?

Während dem Aufenthalt werden Sie sich - unterstützt von Ihren TherapeutInnen - auf den Austritt und auf die Zeit nach der Behandlung vorbereiten. Via Gampel arbeitet mit einem Netzwerk von Institutionen unterschiedlichster Art und mit Ihrem individuellen Beziehungsnetz  zusammen. Während dem Aufenthalt wird im Rahmen von Netzwerkgesprächen mit diesen Institutionen und/oder mit den für Sie wichtigen Bezugspersonen die Zeit nach dem Therapieprogramm besprochen. Um mögliche Probleme beim Übergang von einem Programm in den Alltag zu entschärfen empfehlen wir das Via Tagesprogramm (Teilnahme 4 bis 1 mal pro Woche).