Internet und Pornografie

Es gibt Menschen, die sich von pornographischen Bildern stark angezogen fühlen. Noch nie war Pornografie so anonym verfügbar wie im Internet. Das Schweizer Strafgesetz stellt das Konsumieren von Pornografie nicht unter Strafe. Man darf Bilder und Videos betrachten und herunterladen, auch wenn diese alle Varianten von Sex freizügig und in allen Details darstellen. Das Schweizer Strafgesetz verbietet Pornografie nur in vier Fällen:
1. Kinderpornografie
2. Pornografische Darstellungen mit Gewalthandlungen
3. Sex zwischen Mensch und Tieren
4. Pornografische Handlungen im Zusammenhang mit menschlichen Ausscheidungen

Viele geraten heute in den Sog des Netzes und seiner verführerischen Inhalte. Englische Untersuchungen haben ergeben, dass das Internet bei Männern eher zu einer Abhängigkeit von Pornografie führt. Frauen entwickeln häufiger eine Chatsucht. Die meisten Menschen können damit gut umgehen. Eine Minderheit von Personen verstrickt sich aber stark in die Sex-Angebote des Internets. Diese Menschen zeigen im Sinn einer Sucht Verhaltensweisen und Symptome, die substanzgebundenen Süchten vergleichbar sind. Entsprechend sind die Behandlungsansätze vergleichbar.