Was ist Prävention?

Für einige bedeutet «präventiv» wirken in erster Linie abschrecken und verhindern. Mit Horrorbildern, Konsumverboten, Preisgestaltung oder  Verkaufseinschränkungen wird versucht, dem missbräuchlichen Konsum von Suchtmitteln zu begegnen.  Andere setzen Prävention mit Information gleich, als ob selbstschädigende Verhaltensweisen ausschliesslich auf Unwissen oder Ignoranz zurückzuführen wären. Die Realität ist komplexer. Damit sich die Menschen für ein Verhalten entscheiden, das ihrer Gesundheit förderlich ist, brauchen sie mehr als Information. Es ist wichtig, dass sie Kompetenzen entwickeln können zur Bewältigung von Problemen und zur Verarbeitung von Frustration. Auch die Stärkung des Selbstvertrauens, des Selbstwertgefühls und der Kommunikationsfähigkeit sind zentrale Anliegen der Prävention.

Prävention bezeichnet alle Aktivitäten, die geeignet sind, das Auftreten einer Krankheit oder in unserem Kontext einer Abhängigkeitserkrankung, durch vorbeugende Strategien zu verhindern.

Die Wirkung von Prävention ist äusserst schwierig zu messen, da die Ursachen für das Auftreten eines Symptoms (Sucht) multifaktoriell sind. Im Oberwallis hat die Beratungsstelle von SUCHT WALLIS in Visp das offizielle Mandat für Suchtprävention in den Schulen und in der Öffentlichkeit