Spielsucht

Spielen ist menschlich, das Spiel als solches gibt es schon seit den Anfängen der Menschheit, es ist eine «primäre Lebenskategorie». Spielen ist eine zweckfreie Tätigkeit und gehört zu den «Grundelementen der individuellen und sozialen Reifung». Kinder lernen, sich spielerisch in unserer Welt zurechtzufinden. Nicht nur in der Kindheit, sondern eigentlich in allen Lebensphasen sollte das Spielen einen Raum haben. Spielen fördert den sozialen Kontakt und bewirkt eine Distanz zum Alltag.

Wo ist nun die Grenze zwischen Glücksspielen und den anderen Spielen im Kindes- und Erwachsenenalter? Glücksspiele haben als Charakteristika, dass der ZUFALL über Gewinn und Verlust entscheidet. Es geht um einen ausgesetzten Gewinn, einen Einsatz und das Risiko des Verlustes - in der Regel wird um Geld gespielt. Erst das Geld verleiht dem Glücksspiel seine eigentliche Bedeutung.

Der finanzielle Gewinn lockt die Spielerin, den Spieler genauso wie die Betreiber. Diese sorgen für einen hohen Gewinnanreiz bei den Spielerinnen und Spielern, welche ein hohes Verlustrisiko eingehen, was die Veranstalter nicht tun. Das Glücksspiel ist ein sehr einträgliches Geschäft für die Betreiber. Für viele Menschen ist die Teilnahme an Glücksspielen wie Lotterien, Roulette, Black Jack, Geldspielautomaten und Pferdewetten ein anregender Bestandteil des Alltages, welchen sie ohne grosse Probleme in ihr Leben integrieren. Für andere wird es zur Sucht - zur Spielsucht.