Substitution und medikamentöse Rückfallprophylaxe

Substitution
Die Methadonabgabe oder Substitutionstherapie mit anderen Substanzen ist in einem kantonal überwachten suchtmedizinischen und sucht-therapeutischen Verfahren geregelt. Für entsprechende Abklärungen wenden Sie sich an die Beratungs- und Präventionsstelle von SUCHT WALLIS in Visp oder an ihren Hausarzt.

Für die Teilnahme an einem Therapieprogramm oder für einen Wohnplatz im Via ist Substitution kein Hinderungsgrund, die Details werden im Abklärungsgespräch geregelt.

Medikamentöse Rückfallprophylaxe
Die Abgabe von Antabus und/oder von Substanzen, welche das "Reissen" nach Alkohol vermindern ("anti-craving"-Substanzen), setzt eine suchtmedizinische Abklärung voraus. Aus therapeutischer Sicht ist der Einsatz von Antabus im Gesamtkontext der Behandlung sorgfältig abzuwägen: einerseits als vorübergehende stützende Massnahme für psychotherapeutische Entwicklungen, andererseits als reine Zwangsmassnahme, welche nur so lange wirksam ist, als die Einnahme gewährleistet werden kann. In den Behandlungsprogrammen des Via wird Antabus sehr selten eingesetzt; anti-craving-Medikation wird dann vorgeschlagen, wenn das Verlangen nach dem Suchtmittel nach längerer Abstinenz unvermindert weiter besteht.