Nikotinabhängigkeit mitbehandeln ?

Ca. 90 % der Patientinnen und Patienten im Via leiden  gleichzeitig unter Alkohol- und Nikotinabhängigkeit.

Trotz dieser häufig auftretenden Störung liegt ein deutlich geringerer Behandlungswunsch/-auftrag bezüglich Nikotinabhängigkeit (verglichen mit der Alkoholabhängigkeit) vor.

Dies mag zum einen daran liegen, dass übermässiges Rauchen oder eine Nikotinabhängigkeit weniger zu Auffälligkeit führt als z. B. übermässiger Alkoholkonsum (man kann sich «betrinken» aber nicht «berauchen»). Zum Anderen wurde gesamt gesellschaftlich den Raucherinnen und Rauchern bisher mehr Toleranz entgegen gebracht als den an andere Substanzen gebundene Suchtkranke.

Verhalten
Raucherinnen und Raucher fühlen sich selber durch das Rauchen weniger beeinträchtig und wurden bisher auch von den anderen durch einen übermässigen Zigarettenkonsum als nicht so stark störend empfunden. Dies, obwohl bekannt ist, dass Rauchen stark schädlich ist.

Unsere Bemühungen gehen dahin, das Rauchverhalten unserer Patientinnen und Patienten zu thematisieren, sie zu einem Rauchstopp oder zu einer Rauchreduktion zu motivieren und sie auf dem Weg dorthin zu unterstützen. Vor allem, damit die Patientinnen und Patienten, die erfolgreich ihre Alkoholprobleme überwunden haben, später nicht unter Tabakfolgeschäden leiden oder gar an ihnen versterben.

Möchten Sie den Grad Ihrer Abhängigkeit testen? Wir bieten Ihnen auf unserer Website einen online-Test an.